Spuren von Zeit, Material und Transformation

Im Zentrum meiner Arbeit steht nicht das Bild als fertige Form, sondern der Prozess seiner Entstehung.

Die Strukturen in den Arbeiten schließen sich nicht zu einer Form, sondern setzen sich über das Bild hinaus fort und bleiben in einem offenen Zustand.

Ausgangspunkt sind physische Materialprozesse. Durch Schichtung, Druck, Trocknung und Eingriff entstehen Oberflächen, in denen sich Spuren von Prozessen einschreiben.

Diese Strukturen werden erfasst und in einem digitalen Prozess weitergeführt. Fragmente werden verschoben, überlagert und neu zusammengesetzt. Die digitale Bearbeitung dient nicht der Veredelung, sondern der Transformation des vorhandenen Materials.

Meine Arbeiten zeigen keine Motive im klassischen Sinn. Sichtbar werden Zustände: Verdichtungen, Auflösungen und Übergänge.

Das Bild ist kein Ausgangspunkt, sondern ein Zustand.

 

 

Arbeitsweise

Die Arbeiten beginnen mit einem physischen Aufbau aus Materialien wie Wachs, Pigment, Stoff und Kleister. In mehrlagigen Prozessen entstehen reliefartige Strukturen mit Eigenverhalten und Spannungen.

Diese werden fotografisch oder durch Scan erfasst und in einem zweiten Schritt digital weitergeführt. Einzelne Partien werden fragmentiert, verschoben und neu organisiert.

Analoger Ursprung und digitale Weiterführung sind dabei keine Gegensätze, sondern aufeinander bezogene Prozesse.

 

 

Edition und Material

Archivpigmentdruck auf Hahnemühle FineArt oder UV-Direktdruck auf Acrylglas.

Editionen: maximal 15 Exemplare + 2 Artist Proofs, nummeriert und signiert.

Optional kann eine partielle Überarbeitung mit Gel-Medium die haptische Herkunft der Arbeiten erneut sichtbar machen.

 

 

Biografischer Überblick - Jens Wild

1969 geboren in Blankenburg / Harz

1989 – 1991 Ausbildung Schauwerbegestalter (IHK Freiburg), anschließend Tätigkeit als Grafik-Designer

1992 – 1996 Atelierstudium an der Abstract Art Academy* mit Mentoring durch A. Thomas Stöckl

1996 Mitglied VG Bild-Kunst

1997 Atelierdiplom Freie Malerei / Medienkunst – Abstract Art Academy*

1998 Aufnahme in das projektbezogene Dozentennetzwerk „Art and Med“ der Akademie

1998 Veröffentlichung "Tachismus, electronic Tachismus und Jens Wild" (Jung Verlag) – frühe Auseinandersetzung mit der Verbindung von gestischer Abstraktion und digitalen Bildprozessen

Seit 1999 Freischaffender Künstler in Ihringen

April 2005 Einzelausstellung „Kunst im Rathaus“, Rathaus Ihringen

Sept 2005 Gruppen­ausstellung „Begegnungen – Kunst & Gemeinde“, Alte Schule / Rathaus Ruhpolding

Seit 2006 Parallel freiberufliche Tätigkeit in den Bereichen visuelle Kommunikation, Webentwicklung und digitale Systeme.
joomla-spezialist.de
webkonzept-webdesign.de
wildwerk.com

Seit 2024 Werkzyklus „Verborgene Welten“ – digitale Weiterentwicklung früher Materialarbeiten

2027 (geplant) Limitierte, signierte Acryldruck-Edition & Ausstellungs­projekte

* Die Abstract Art Academy ist ein privat organisiertes, nicht staatlich akkreditiertes Kunst­netzwerk; Diplom und Dozentenstatus besitzen ideellen Charakter.

 

 

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